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Grundlagen des niedersächsischen Bauordnungsrechts -

Termin-Nr.: 0001258
Seminarinformationen

Referent(en):
Harald Toppe

Zeit/Ort:
25.02.2020 - von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Haus des Landessportbundes
Ferdinand-Wilhelm-Fricke Weg 10
30169 Hannover
Deutschland Niedersachsen

Anlagen:

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Kurzbeschreibung

Das Bauordnungsrecht mag zunächst einfach erscheinen. In der Praxis zeigt sich jedoch die Komplexität, die durch die wiederholten Änderungen allein in den letzten zwei Jahren zugenommen hat.

Anhand von Praxisbeispielen werden die Grundlagen für den sicheren Umgang mit den bauordnungsrechtlichen Anforderungen an Bauvorhaben und Genehmigungsverfahren vermittelt. Welche Antragsarten und Qualifikationen, welches Verfahrensrecht und welche Beteiligungserfordernisse sind jeweils maßgebend?

Als Ziel soll der fachgerechte Umgang mit diesen Elementen eine möglichst zügige und störungsfreie Steuerung der Verfahren sowohl aus der Sicht der Bauaufsichtsbehörde als auch des Bauherrn ermöglicht werden.

Seminarinhalt

  1. Einführung
  • Die Niedersächsische Bauordnung in der Systematik des Öffentlichen Baurechts
  • Aktuelle Änderungen im Bauordnungsrecht
  • Aufbau und Struktur des niedersächsischen Bauordnungsrechts
  • Die Bedeutung der NBauO bei Zulassungsverfahren nach anderem Fachrecht
  • Steuerungsmöglichkeiten der Gemeinde auf Bauvorhaben

       II.    Formelles Bauordnungsrecht

  • Verantwortlichkeit der am Bau Beteiligten
  • Abstufungen von Genehmigungsbedürftigkeit und Verfahrenstypen und ihre praktische Bedeutung
  • Anforderungen an die Qualifikation von Entwurfsverfasser und Sachverständigen
  • Ablauf und Stolperfallen des Genehmigungsverfahrens
  • Beteiligungserfordernisse von Gemeinde und Fachbehörden
  • Einfluss des europäischen Störfallrechts
  • Bestandsschutz und seine Grenzen

       III.   Materielles Bauordnungsrecht

  • Allgemeine Anforderungen
  • Bildung des Baugrundstückes und Anforderungen an seine Erschließung
  • Das System der Gebäudeklassen und ihre Bedeutung
  • Sonderbauten und ihre besonderen Anforderungen
  • Schutzziele und Systematik der brandschutztechnischen Anforderungen
  • Nachbarschutz durch Grenzabstände, Einfluss städtebaulicher Regelungen
  • Einstellplatzbedarf und Einflussmöglichkeiten durch die Bauherrn und die Gemeinde
  • Heilung von Defiziten durch Baulasten
  • Lösung durch Zulassung von Abweichungen
  • Umgang mit Lärm und anderen Immissionen
  • Vorlagepflicht und Prüfbedürftigkeit bautechnischer Nachweise

       IV.   Ordnungsbehördliche Verfahren

  • Möglichkeiten der Bauaufsichtsbehörde zum Einschreiten bei Verstößen, Ausübung des Ermessens
  • Rückgriff auf das jüngst geänderte Nds. Polizei- und Ordnungsbehördengesetz
  • Die Stellung des Nachbarn im Bauprozess
  • Exkurs Verwaltungsgerichtliche Spielregeln

      V.    Aktuelles aus der Rechtsprechung

      VI.   Praxisbeispiele aus dem Kreis der Teilnehmer

 

Referenten/Dozenten

Herr Dipl.-Ing. (TU) u. M.B.Eng Harald Toppe
vita

Langjähriger Leiter einer unteren Bauaufsichtsbehörde, heute Referent für baufach- und umwelttechnische Grundsatzfragestellungen; Lehrbeauftragter für öffentliches Baurecht an der Techn. Universität Braunschweig